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Wendepunkt ist eine Beratungs- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen. Hier können Sie sich sich über sexuellen Missbrauch und unsere Arbeit dagegen informieren. Gerne laden wir Sie dazu ein, sich auf den folgenden Seiten ein Bild über unsere Arbeit zu machen.
Herzlichen Dank für Ihr Interesse!

Wir sind korporatives Mitglied beim
Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Freiburg
und Mitglied bei der
Deutsche Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V.

- was zum Informieren
- was zum Nachdenken
- was zum Mitfühlen
- was zum Lächeln
- und noch vieles mehr ...

Durch die medialen Berichterstattungen und das 'Hinsehen statt Wegschauen' ist eine deutliche Zunahme unseres Beratungsbedarfs zu verzeichnen.
Unsere aktuelle Statistik:KLICKEN

In einem kleinen Kurzfilm zu sehen bei:
www.youtube.com/watch

Wendepunkt benötigt aufgrund eines bislang geringen Spendenaufkommens in diesem Jahr noch etwa 20.000 Euro.
Ihre Spende würde uns sehr helfen, den Opfern unsere Unterstützung anbieten zu können!
Jeder Beitrag hilft – Spenden auch Sie! hier Infos zum Spendenkonto

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Prävention und geschlechtsspezifische Sexualpädagogik im Kindergarten
Mädchen und Jungen entdecken früh ihre Sexualität. Kindliche Sexualität z.B. in Form von Doktorspielen im Kindergarten beschäftigen Eltern und ErzieherInnen gleichermaßen. Informationen über eine altersadäquate Sexualaufklärung sind wichtig.
Wieviel Raum benötigen Mädchen und Jungen für die freie Entfaltung ihrer Bedürfnisse und wo sind Grenzen zu setzen?
mehr dazu:Prävention im Kindergarten
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Präventionstheater: 'Hau ab du Angst'
Kinder haben ein Recht auf Aufklärung und Schutz. Eltern und PädagogInnen sind mit der schwierig erscheinenden Problematik häufig überfordert. Gutgemeinte, aber falsche Aufklärung führt oft zu erhöhten Unsicherheitsgefühlen bei den Kindern. Das primäre Ziel des Projektes ist es, die Kinder zu stärken.

Zum Inhalt: Lotte ist zu Besuch bei ihrem Onkel ‚Ritter Doppelherz‘ auf seinem Schloss. Eines Nachts schleicht sich der „Fußgrabbel“ zu Lotte ins Bett und macht ihr mächtig Angst. Ein Frosch hilft Lotte über ihre Gefühle zu sprechen und neuen Mut zu fassen, um den „Fußgrabbel“ zu entlarven und zu vertreiben. Trotz der Schwere des Themas gibt das Stück Kraft und macht Mut, bietet auf eine leichte, spielerische und kindgerechte Art eine Annäherung an die Problematik des sexuellen Missbrauchs, wobei wichtige Präventionsbotschaften wie z.B. „Dein Körper gehört Dir“, „Nein sagen ist erlaubt“ angesprochen und umgesetzt werden.
Lesen Sie mehr bei Prävention- & Theaterprojekt
Unser Kurzfilm dazu: www.youtube.com/watch

Seit Monaten wird von zahlreichen Medien- und Nachrichtensendern über die Missbrauchstaten innerhalb der katholischen Kirche berichtet. Zahlen ungeahnten Ausmaßes erschüttern auch uns, als professionelle Helfer.
Den Zuständigen tut es leid, sie haben das Ausmaß, den „Schaden“ unterschätzt, nicht ernst genommen. Sie bitten um Verzeihung mit Blick nach vorn.
Was ist mit den Opfern? Zum Teil liegen die Taten schon zwanzig Jahre zurück. Warum reden sie erst jetzt? Was wollen sie eigentlich?
Wagen wir mal einen Blick in das Leben eines Opfers:
Zeit heilt leider nicht alle Wunden! Sexuellen Missbrauch vergisst „Mann“ (und Frau) nicht!
Sexueller Missbrauch wird zu 90 % von Menschen begangen, die das Mädchen oder den Jungen kennen, denen es i. d. R. vertraut. Sexueller Missbrauch ist eine Beziehungstat.
Täter waren in diesen Fällen Priester. Angesehene Menschen, Vertreter Gottes, Vertrauenspersonen. Die Mütter und Väter der Ministranten glaubten ihre Kinder seien in guten Händen. Die Ministranten waren dankbar, dass sich der Pfarrer so viel Zeit genommen hat, sich ihrer „angenommen“ hat. Doch er hat ihre Dankbarkeit und Zuwendung genutzt, um sie auszubeuten, ihren Körper zu benutzen, ihren Geist zu verwirren und sie in seelischer Pein zurückzulassen, verwirrt mit Schuld- und Schamgefühlen. Wie sollten sie den Mut finden über das zu reden, was so unvorstellbar, so unglaublich ist und was bis heute auch niemand glauben will!
Wir wissen um die Spätfolgen, die sexueller Missbrauch nach sich zieht. Folgen, die sich zum Teil erst zeigen, wenn der Missbrauch bereits Jahre zurückliegt. Opfer, die von Alpträumen geplagt in der Nacht hochschrecken, die kein Vertrauen mehr entwickeln können, sich schlecht fühlen, sich und dem Leben keinen Wert beimessen, sich selbst bestrafen, für das, was ein anderer ihnen angetan hat. Suizid scheint für manche ein letzter Ausweg.
Verzeihen! Wer soll wem verzeihen? Die Täter erhielten eine 2. Chance. Sie wurden versetzt. Welche Chance hatten die Opfer? Verzeihen kann heilsam sein. Echtes Verzeihen gelingt nur, wenn eine Be- und Verarbeitung der schrecklichen Erfahrungen erfolgt ist. Die Opfer brauchen Unterstützung bei der Aufarbeitung.
Die Aufhebung des Schweigegebotes seitens der Täter und ihrer Mitwisser ist zwingend erforderlich. Die Opfer wollen und können nicht länger schweigen. Sie stören die Ruhe, haben den Mut gefasst zu sagen, was niemand hören will.
Opfer und Angehörige wollen nicht länger vertröstet werden. Ihr Glaube an Personen und Institutionen ist erschüttert. Es müssen Taten folgen; konkrete und transparente Handlungsschritte erarbeitet werden
In der Vergangenheit konnten die Täter durch ihre perfiden Strategien und Verschleierungstaktiken ihre Taten verharmlosen, ihr Tun als einen „Ausrutscher“ und als nicht so gravierend darstellen. Verharmlosung und Nicht –Wahrhaben -Wollen auf Seiten der zuständigen Würdenträger haben dazu beigetragen, dass weiterhin Kinder missbraucht werden konnten. Unwissentlich wurden hohe Kirchenvertreter damit zu Mittätern.
Es braucht klare Verurteilungen der Handlungen und nachhaltige Ahndung der Missbrauchstaten. Wer ein Kind sexuell missbraucht, hat in einer Vertrauensstellung nichts zu suchen!
Die Opfer benötigen rückhaltlose Unterstützung und eindeutiges Handeln.
Was bedeutet das für die Vergangenheit?
Hinschauen kann schmerzlich sein. Versagen einzugestehen fällt schwer. Niemand ist unfehlbar. Die Kirche auch nicht! Das eigene Versagen offen zu legen, könnte den Opfern helfen, die Schuld nicht bei sich suchen zu müssen. Die ernst zunehmende Anerkennung des Leids, was ihnen und ihren Angehörigen angetan wurde, kann bei der Aufarbeitung helfen.
Ein Blick in die Gegenwart offenbart uns, dass jeden Tag Mädchen und Jungen missbraucht werden. Nicht nur in der Kirche – in Internaten, Schulen, bei Freizeiten und in der Familie geschieht sexueller Missbrauch.
Sexueller Missbrauch geht uns alle an!
Es werden klare Handlungsstrategien benötigt. Qualitätsstandards nicht nur für die pastorale Ausbildung müssen erarbeitet, Aufklärungsarbeit geleistet und Fortbildungsangebote implementiert werden. Dies gilt nicht nur für Menschen in helfenden Berufen!
Im Bereich der hiesigen katholischen Kirche sind wir auf dem Weg. Viele kirchlich engagierte Menschen wollen Veränderung herbeiführen, aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.
Wendepunkt unterstützt die Menschen in der Erzdiözese Freiburg bei diesem Vorhaben!
Gemeinsam wollen wir zu einer positiven Wende beitragen.
Hinschauen und Handeln! Kinder brauchen unseren Schutz, Erwachsene sind verantwortlich zu machen für ihr Handeln.
Ihr Wendepunkt-Team
Gedicht eines Betroffenen anklicken

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