Stellungnahme von Wendepunkt e.V. zur Einstellung des Fonds sexueller Missbrauch
Der Fonds sexueller Missbrauch (FSM) war viele Jahre ein niederschwelliges Unterstützungssystem für unsere Klient*innen, die in ihrer Kindheit und Jugend von sexuellem Missbrauch betroffen waren. Sie konnten hierüber notwendige Hilfen wie Therapien, die nicht (mehr) von der Krankenkasse übernommen wurden, aber auch sehr individuelle Hilfen, die sie sich als bestmöglichste Unterstützung ausgewählt haben, beantragen. Gerade für jene Klient*innen, die sexuellen Missbrauch im familiären Bereich erlebt haben, war dies sehr wichtig.
Nun kam das verfrühte Aus: Es werden nur noch Anträge bearbeitet, die bis Mitte März beim FSM eingereicht worden sind. Alle späteren Anträge können nicht mehr bearbeitet werden – so der heutige Stand. Das trifft besonders die gerade beschriebenen Klient*innen, aber auch alle anderen, die jetzt noch die Kraft für einen Antrag aufgebracht haben, ganz besonders hart. Wir mussten ihnen diese traurige Mitteilung übermitteln, ohne andere Möglichkeiten aufzeigen zu können. Das ist höchst frustrierend für uns, aber katastrophal für unsere Klient*innen.
Stellungnahme von Wendepunkt e.V.



