Beratung, Begleitung, Information

für Eltern, Bezugspersonen und Fachkräfte Beratung für BezugspersonenBeratung für Fachkräfte

Beratung für Eltern, Angehörige und nahe Bezugspersonen

Ist ein Kind in der eigenen Familie von sexuellem Missbrauch betroffen, führt dies zu großen Unsicherheiten und einer emotionalen Belastung. Der Verdacht oder das Wissen, dass dem eigenen Kind oder Enkelkind, der Nichte, dem Neffen oder einem Kind, das man einfach gut kennt und gern hat, sexueller Missbrauch angetan wurde, ist extrem schwer auszuhalten.

Wir bieten Beratungen für Mütter, Väter, Verwandte und andere Bezugspersonen von Mädchen und Jungen an, die von sexuellem Missbrauch betroffen sind oder bei denen die Vermutung besteht, sie könnten betroffen sein.

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin:
0761 / 70 71 191.
Wenn Sie möchten, kann die Beratung anonym erfolgen. Selbstverständlich sind auch Folgetermine möglich.

Da wir nicht umfassend öffentlich finanziert werden, erheben wir eine Eigenbeteiligung pro Beratung. Diese müssen nur Erwachsene zahlen. Sie richtet sich auch nach Ihrem Wohnort. Nicht zahlungsfähige Personen sind auch ohne einen Nachweis von der Eigenbeteiligung befreit.

Sozialtherapeutische Begleitung

Wenn sich in der Beratung zeigt, dass Sie eine längerfristige Unterstützung brauchen, ist es möglich, eine sozialtherapeutische Begleitung über bis zu 15 Stunden zu vereinbaren. Hierzu wird ein Vertrag über die Dauer und den Inhalt der Gespräche geschlossen.

Eine Begleitungsstunde kostet 40,- Euro für eine Person mit regulärem Einkommen. Bei niedrigerem Einkommen ist eine individuelle, niedrigere Kostenbeteiligung möglich.

Beratung für pädagogische und psychologische Fachkräfte

Die Konfrontation mit sexuellem Missbrauch in der eigenen Arbeit mit Mädchen und Jungen bedeutet immer eine emotionale Belastung. Verdachtsmomente erzeugen oft Unsicherheiten, wie man sich verhalten soll oder wen man darauf anspricht.
Wenn ein Kind sich Ihnen anvertraut, dann war dies ein mutiger Schritt für das Kind. Von den Erwachsenen sind nun Ruhe und Besonnenheit gefragt und sehr notwendig.
Bei Verdachtsmomenten

Tauschen Sie sich mit KollegInnen aus: Was haben diese ggf. beobachtet? Was wissen sie über die Situation des Kindes, der Familie, des Umfeldes?

Vereinbaren Sie einen Termin bei uns. Wir schauen uns die Situation mit Ihnen an, geben Einschätzungen und beraten Sie zu weiteren Schritten.

Beachten Sie bitte, dass wir parteilich für die Betroffenen arbeiten. Dies kann für Sie wichtig sein, wenn sich das Kind oder die erwachsene Person, die den Übergriff begangen hat, ebenfalls in Ihrer Obhut befindet. Unsere Beratung hat dann den Schutz und das Wohl der betroffenen Kinder zum Ziel. Weitere Infos siehe Projekt „No Go“

Ein Beratungsgespräch hat einen zeitlichen Rahmen von 50 Minuten. Wenn Sie mit mehr als zwei Fachkräften (maximal 7!) kommen möchten, bieten wir Ihnen eine Fallsupervision an, in der wir uns 90 Minuten Zeit für Ihr Anliegen nehmen.

Da wir nicht umfassend öffentlich finanziert werden, erheben wir eine Eigenbeteiligung pro Beratung: 25,- Euro für Einrichtungen in Freiburg, 45,- Euro für Einrichtungen außerhalb Freiburgs. Für eine Fallsupervision erheben wir ortsunabhängig 75,- Euro.

Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin: 0761 / 70 71 191.

Hier eine Erste Hilfe, wenn sich Ihnen ein Kind anvertraut
  • Loben Sie das Kind für seinen Mut, Ihnen davon zu erzählen.
  • Sagen Sie ihm, dass Sie die Situation kennen, und ihm helfen werden.
  • Sagen Sie ihm, dass Sie es über jeden Ihrer Schritte vorher informieren werden, und halten Sie sich daran. Es geht nicht darum, dass Sie seine Erlaubnis bräuchten (damit würden Sie ihm Verantwortung übertragen, die bei Ihnen liegen muss), aber ein missbrauchtes Kind braucht die Sicherheit zu wissen, was passieren wird.
  • Informieren Sie die Leitung Ihrer Einrichtung.
  • Vereinbaren Sie einen Termin bei uns. Wir beraten Sie zu den nächsten Schritten.